
. Pressemeldung
LAUF FÜR MEHR ZEIT 2009
131.000 Euro für den Regenbogendienst der AIDS-Hilfe Frankfurt
13. September 2009 – Zwei Schüsse an der Alten Oper! Tatzeit:
exakt 17 Uhr. Zeugen: Tausende von Menschen, Junge und Alte,
aktive Sportler wie passive Zuschauer. Frankfurts Stadträtin Manuela
Rottmann war die Täterin. Mit zwei Schüssen aus der Startpistole
schickte sie die Teilnehmer an Deutschlands größtem Benefizlauf
zugunsten von Menschen mit HIV und AIDS auf die 5.600
Meter lange Strecke. An der 14. Auflage des LAUFES FÜR MEHR
ZEIT nahmen 3335 Läuferinnen und Läufer, Walkerinnen und Walker
teil – so viele wie noch nie.
Sieger bei den Männern wurde Torsten Matthes von der Firma Hornbach
mit einer Laufzeit von rekordverdächtigen 17:24 Minuten. Bei den Frauen
hatte Kerstin Straub mit der Siegerinnenzeit von 19:59 Minuten die
Nase vorn. Eigentlicher Sieger aber war der Regenbogendienst der AIDSHilfe,
denn durch die Startgelder in Höhe von zehn Euro pro Starter und
den Einsatz der Sponsorenläufer kamen 131.000 Euro zusammen.
Die weiteren Ergebnisse: Zweite wurde bei den Frauen Claudia Löbel in
der Zeit von 20:45 Minuten, Julia Hild belegte mit 22:18 Minuten den
dritten Platz. Bei den Männern kletterten als Zweiter beziehungsweise
Dritter Hassan Saba mit 17:31 Minuten und Martin Oser mit 17:49 Minuten
aufs imaginäre Siegertreppchen. Die ausführlichen Einzelergebnisse
sind ab Montag, den 14.September 2009 unter www.lauf-fuermehr-zeit.de im Internet abzufragen.
Außer den schnellsten Läuferinnen und Läufern wurden die Teilnehmer
mit den höchsten Sponsorenergebnissen und den meistakquirierten
Spenden geehrt. Hier errangen die ersten fünf Plätze: Leo Locher mit
11.060 Euro, Marlene Heidrich mit 7.451 Euro, Hans-Peter Hoogen mit
5.920 Euro, Klaus Fuchs mit 5.340 Euro sowie Daniela Cappelluti mit
5.240 Euro.
Das Starterfeld wurde angeführt von Tante Gladice von den Love Rebels
(Präventionsteam der AIDS-Hilfe Frankfurt) sowie dem Team "Marlene
Deluxe". Zwar war Frankfurts unübersehbare Szenegröße in diesem Jahr
nicht mit am Start; dafür hatte sie ein ebenso illustres wie buntes Häuflein
Läufer zusammengestellt, darunter Jessica Walker, Brandy Delight
und Babsi Hart, das zumindest in den ersten Sekunden nach dem Start
dem Rest der Läuferschar voraus war – und das auf Stöckelschuhen und
im Cocktailkleid!
Die Hornbach Baumarkt AG war mit 334 Läuferinnen und Läufern die
größte Läufergruppe am Start. Im Rahmen der Siegerehrung überreichte
Albrecht Hornbach der AIDS-Hilfe Frankfurt zusätzlich einen Spendenscheck
in Höhe von 10.000 Euro.
Bevor es ans läuferische Eingemachte ging, sorgte ein umfangreiches
Bühnenprogramm für die richtige Einstimmung der Aktiven wie Zuschauer.
Unter anderem unterhielten DJ Reinhard, die TG Bornheim mit Capoeira
und das Deutsche Bank Skyliner Dance Team das stetig anwachsende
Publikum. Als Moderatoren betätigten sich Tim Frühling vom Hessischen
Rundfunk und Christian Setzepfandt, Vorstand der AIDS-Hilfe
Frankfurt.
Setzepfandt leitete – in Hochzeiten des Bundestagswahlkampfes – auch
die Diskussion zwischen Politikern der fünf im Hessischen Landtag vertretenen
Parteien zum Thema "Pflege in Zeiten von Pflegenotstand". In
dem lebhaften Podiumsgespräch ging es um rückläufige öffentliche Mittel
für Organisationen wie die AIDS-Hilfe Frankfurt und ihren Pflegedienst,
um die Stigmatisierung von pflegebedürftigen Menschen mit HIV
und AIDS und angstbesetzte oder uninformierte Pflegekräfte, und was
Rot, Rot, Schwarz, Grün und Gelb angesichts dessen zu tun gedenken.
Zum siebten Mal in Folge wurde der LAUF FÜR MEHR ZEIT von dem Titelsponsor,
die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF), präsentiert.
"Angesichts der Wirtschaftskrise können wir mit dem Erlös von 131.000
Euro sehr zufrieden sein", sagte Stephanie Horn, in der AIDS-Hilfe
Frankfurt zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit "Dass wir das Ergebnis
von 2008 nicht würden erreichen können, war schon im Vorfeld absehbar.
Diesmal waren deutlich weniger Charity-Läufer am Start, die in ihrem
Umfeld Spenden sammeln. Und die, die es versuchten, stießen auf
weniger Spendenbereitschaft als zuvor. Das ist sicherlich der Finanz- und
Wirtschaftskrise geschuldet." Die Rekordzahl an Läuferinnen und Läufern
sowie der Zulauf an Zuschauern zeige, dass das Interesse an und die
Unterstützung für die Arbeit der AIDS-Hilfe Frankfurt und insbesondere
den Pflegedienst ungebrochen sei. "Und das ist das Wichtigste an diesem
Tag".
Download der Pressemeldung als PDF
|
 |

|